Die Geschichte:

Die Geschichte mit der Nadel und der Wolle, dem sog. Nadelbinden oder auch Nalbinding, reicht sehr weit zurück.
Einer der wohl ältesten Funde belegt, dass diese Art bereits in der Jungsteinzeit verwendet wurde.
Hauptsächlich sind Funde von Socken, Mützen, Handschuhen oder auch Milchsieben bekannt; es gibt aber
auch Belege für Hemdähnlichen Textilien. Das Nadelbinden wurde bis etwa 1550 verwendet und verschwand danach aus Deutschland.
In einigen Ländern (z.B. in Skandinavien) wird die Technik des Nadelbindens noch heute praktiziert.


Das Werkzeug:

     

Das Werkzeug zum Nadelbinden ist denkbar einfach. Man benötigt eine Nadel (vorzugsweise aus Knochen, Horn oder Holz)
und Wolle (wobei auch Leinen oder Bast verwendet wurde). 100% reine Schurwolle eignet sich am Besten, wenn die Wollfäden gefilzt werden.


Die Sticharten:


Auch wenn das Nadelbinden oberflächlich dem Stricken oder Häkeln ähnelt, ist es technisch gesehen nicht das Gleiche.
Beim Stricken werden Maschen gebildet - beim Nadelbinden sind es eher Schlaufen/Knoten, die miteinander sozusagen vernäht werden.
Ein entscheidender Unterschied ist zudem, dass der Faden nicht von einem Knäul läuft, sondern immer wieder einzelne Stücke aneinander
gefilzt bzw. geknüpft werden müssen. Sticharten gibt es einige. Bei uns kann man z.B. den Oslo-, den Asle-, den York und
gelegentlich auch den Asle-Weaver-, sowie den Cross-Dalby-Stich sehen.
Bilder der einzelnen Stiche folgen demnächst!




Einige unserer Werke:


Socken, Mütze und Poncho im Oslostich für Kleindkind

Socken und Mütze im Oslostich für Erwachsenen

Beutel im Oslo und Aslestich


Socken, Mützen und Armstulpen im Oslostich
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