Holz
- Tischlerei: Zum wichtigen Handwerk gehört ohne Zweifel der Tischler. Sitzgelegenheiten, Betten, Schränke, Truhen, Türen, Fenster und viele andere Alltagsgebrauchsutensilien umfasst das Handwerk des Tischlers.
Die klassischen Holzverbindungen erlauben dem Tischler eine Vielzahl von Verbindungen zu denen nicht zwingend Leim benötigt wird. Die Verfeinerung dieser Techniken seit dem 11 Jhd., ermöglichen dem Handwerker immer ausgefeiltere und filigranere Arbeiten.
In unserem Lager werden Kleinmöbel, wie Truhen, Hocker und Kistchen hergestellt.

- Schnitzarbeiten: Ebenso zu den schönen, wenn auch weniger nützlichen Holzarbeiten zählt das Schnitzen. Persönliches Kleinod, wie Spielfigürchen Löffel, Holzschüsseln und Spielzeug umfasst dieses nicht zu vernachlässigbare Handwerk. Es gibt fast keinen Vater, der seinem Sohn oder Tochter nicht schon einmal irgendetwas geschnitzt hätte. Mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl werden nach der groben Vorarbeit Detail für Detail aus dem Holz geholt, wobei das Geschick des Schnitzenden zwischen gelingen und Misserfolg entscheidet.


Leder



- Punzieren: Mittels eines kleinen Hammers und verschieden ausgearbeiteter Prägestempel wird ein Muster, zur Verschönerung und Aufwertung in das nasse Leder gestempelt. Mit dieser Technik lässt sich eine fast unendliche Bandbreite an Mustern und Verzierungen für Gürtel, Taschen, Spielgeräten und anderen Sachen herstellen.

- Lederhandwerk: Gürtel, Schuhe, Schmiedeschürzen und andere robuste Waren bedürfen den Künsten eines Lederers. Mit viel Geduld und wehen Fingerspitzen näht der Lederer seine Werkstücke. Dabei ist Haltbarkeit eine Eigenschaft die dem Lederer nicht fremd sein sollte.

- Lederflechten: Auch die Kunst aus Lederbändern einen Gürtel oder einen Haarreif herzustellen sei an dieser Stelle erwähnt. Ein schnell gemachtes Kleinod das ebenso ein uriges Stück Handwerk darstellt.



Nadel und Faden






- Nadelbinden:
Die Geschichte mit der Nadel und der Wolle, dem sog. Nadelbinden oder auch Nalbinding, reicht sehr weit zurück. Einer der wohl ältesten Funde belegt, [mehr...]

- Bandweben:
Bandweben ist ein sehr altes Handwerk und Funde belegen, dass diese Webart bereits seit vielen Jahrhunderten benutzt wurde, um Borten und Bänder herzustellen. Zum Bandweben braucht man einen Webkamm, Garn und ein Webschiffchen.
Für diese Art ist nicht zwingend ein Webrahmen erforderlich.

- Färben, Pflanzengefärbte Wolle [mehr...]

- Fingerschlaufen flechten/Nestelbänder:
Eine mittelalterliche Handwerkart, mit deren Hilfe z.B. Nestelbänder zum Schnüren (Kordeln mit Nestelspitzen) von Kleidung; Beuteln u.ä.geflochten werden können.
Funde gibt es übrigens z.B. aus London, die auf die Zeit zwischen dem 12. und dem frühen 15. Jahrhundert datiert wurden.

- Sprangen

- Spinnen:
Auch das Spinnen zählt zu den alten Handwerkarten, die überall verbreitet waren. Genau lassen sich die Anfänge nicht datieren, aber Funde gehen wohl bis in die Steinzeit zurück. Hierbei sollen Einzelfasern (Wolle, Flachs, Seide,..) miteinander versponnen werden, um so einen ganzen, robusten Faden zu erstellen.
Die Spinnarten sind vielseitig. z.B. mit Spinnrädern (die aber erst nach unserer Darstellungszeit genutzt wurden), Handspindeln, u.a.
Das Spinnen ist Voraussetzung für unser anderes Handwerk.

- Näharbeiten
Unsere Gewandungen werden von uns grösstenteils Handgenäht


Schmieden
- Schmiedearbeiten:
Das deutsche Wort "Schmied" bedeutet ursprünglich "Handwerker", denn der Schmied war der erste berufsmässige Handwerker.
Die Kunst des Schmiedens reicht weit in die Geschichte zurück. Durch Hämmern, Verdrehen oder Pressen, werden Metalle wie Kupfer, Bronze, Eisen sowie unterschiedliche Edelmetalle kunstvoll geformt.
Auch war der Schmied in der Lage, viele seiner benötigten Werkeuge selbst herzustellen.
Es ist wieder wie in früheren Zeiten, dass nur noch wenige die Kunst des Schmiedens und Härtens beherrschen und so dieses Handwerk lebendig halten.



Schnüre und Knoten








- Reepschlägerei:
Der oftmals mit dem Seiler verwechselte Reepschläger fertigt schweres und dickes Tauwerk im Gegensatz zum Seiler, der eher kleine kürzere und dünne Seile herstellt. Um eine hohe Bruchlast an einem Seil zu erreichen, ist es oft von Nöten auf die Künste eines Reepschlägers zurückzugreifen. Im Mittelalter war dieses Handwerk speziell in Küstennähe weit verbreitet. In Süddeutschland gab es nach Aufzeichnungen auch Reepschläger, wegen der Binnenschiffahrt jedoch in weitaus geringerer Anzahl. Die Reeper waren Angesehene und oftmals auch wohlhabende Handwerker.

- Seile spleissen:
Das Spleissen eines Seiles ist immer dann vonnöten, wenn ein dauerhaftes Auge an einem Seil benötigt wird. Dazu werden die einzelnen Litzen des Seils auseinandergedreht und wieder in das stehende Seil eingeflochten.

- Knotenkunde:
Der richtige Knoten zur richtigen Zeit hat schon manchen vor schlimmerem bewahrt. Ob den einfachen Mastwurf, einen doppelten Zurrknoten oder auch eine Affenfaust. Letzterer fällt eindeutig in die Riege der Wurfknoten und stammt Ursprünglich aus der Seefahrt, wo er Verwendung fand ein Seil damit so zu beschweren um es auch über weite Strecken von Schiff zu Schiff zu werfen.

- klassisches Takling von Seilen:
Was nützt einem das beste Seil, wenn sich das Ende ständig von selbst aufdrillt. Um dem entgegenzuwirken gibt es die Technik des Takelns oder Einendelns. Dabei wird eine dünne Schnur mit vielen halben Schlägen fest um das eigentliche Seil geknotet. Danach bleibt das Ende dort wo es sein soll und es stört auch kein Knoten bei der Verwendung des Seils.





Wir sind immer bemüht, weitere Handwerkstechniken zu erlernen und diese auszubauen.